Cut-Out Jeans selber machen - so einfach geht's!

Hier zeigen wir Dir, wie Du in wenigen Schritten und mit noch weniger Werkzeug trendige Cut-Outs herstellen und so Deine Jeans richtig aufpeppen kannst. Das Ziel der beschriebenen Technik ist es, die horizontal verlaufenden weißen Baumwollfasern der Jeans als wichtiges Style-Element des Cut-Outs zu erhalten, um den typischen Ripped-Jeans-Look zu erreichen. Folge der Anleitung Schritt für Schritt und Deine Cut-Out DIY Jeans wird Deinen Style aufs nächste Level heben - viel Spaß beim Schnippeln und Schmirgeln!

Welche Tools brauchst du für den Cut-Out: Schere, Pinzette, Nahttrenner, Tailor's Chalk

step 1 - Die Wahl der richtigen jeans

Ganz wichtig: Damit Dein Cut-Out später wirklich professionell aussieht, ist es absolut elementar, dass Du eine Jeans verwendest, die zu 100 % aus Baumwolle besteht.

 

Nur bei einer reinen Baumwolljeans kommen die weißen Baumwollfasern nach dem Entfernen der blauen Jeansfäden später optimal zur Geltung und verleihen Deiner DIY Jeans einen echten Designer-Look. Überprüfe also zunächst, ob die Jeans, die Du zur Bearbeitung mit Cut-Outs ausgewählt hast, wirklich zu 100 % aus Baumwolle besteht. Wenn dem so ist, dann geht es direkt weiter mit Step 2.


Step 2 - Den Cut-Out professionell vorbereiten!

Als erstes wählst Du die Stelle oder die Stellen aus, an denen Du gerne Cut-Outs in Deiner DIY Jeans hättest. Zieh dazu einfach Deine Jeans an und markiere die Ober-und die Untergrenze des gewünschten Cut-Out-Bereichs mit ein wenig Schneiderkreide (Tailor's Chalk), einem Stift oder mit einer kleinen Schere.

 

Üblicherweise wird für Cut-Outs eine Stelle im Bereich des Knies gewählt, grundsätzlich sind Deiner Kreativität aber absolut keine Grenzen gesetzt und Du kannst selbstverständlich jede beliebige Stelle an deiner DIY Jeans auswählen. Falls Du Dich für einen klassischen Cut-Out im Bereich des Knies entscheidest, dann beachte bitte, dass der Cut-Out im Laufe der Zeit weiter einreißen und sich vergrößern wird, wenn Du ihn direkt auf der Kniescheibe ansetzt. Hier ist nämlich die Belastung der Jeans durch das Beugen des Knies höher als an anderen Stellen. Wählst du hingegen für Deinen Cut-Out einen Bereich aus, der etwas oberhalb der Kniescheibe liegt, wird der Cut-Out für einen längeren Zeitraum weitgehend unverändert erhalten bleiben.

 

Pro-Tipp: Wir empfehlen Dir, Deine DIY Jeans an den Randbereichen des Cut-Outs mit einer unserer Used-Look-Techniken vorzubehandeln, zum Beispiel mit einem Schleifschwamm oder mit einem Bimsstein. So wirken später die Übergänge zwischen dem Cut-Out und dem umliegenden Jeansstoff deutlich harmonischer und Du erzielst einen authentischeren Destroyed Look. Probiere es einfach mal aus!


Step 3 - Schnipp, schnapp, Loch selbst gemacht!

So, jetzt geht's richtig los! Schnapp Dir Deine Schere und schneide Deine DIY Jeans an beiden für den Cut-Out markierten Stellen vorsichtig ein. Ganz wichtig dabei: Die Schnitte müssen beide gleich lang sein und so gerade wie möglich angefertigt werden.

 

Das bedeutet, jeder Schnitt muss einerseits für sich eine schöne gerade Linie darstellen und andererseits auch exakt horizontal verlaufen, um möglichst wenige der quer verlaufenden weißen Baumwollfäden in der Jeans zu zerstören. Lass Dir beim Schneiden also ruhig etwas Zeit und versuche, so genau wie möglich der vorher markierten Linie zu folgen.

 

Wie breit Dein Cut-Out letztendlich wird, hängt natürlich davon ab, wie weit Deine beiden Schnitte voneinander entfernt sind. Je weiter auseinander Du die Schnitte setzt, desto mehr der weißen Baumwollfäden werden später zu sehen sein. Gleichzeitig wird allerdings das Herausziehen der blauen Fäden (Step 4) immer schwieriger, je größer der Cut-Out wird. Eine schwierige Entscheidung also, aber wir sind uns sicher, Du findest schnell die für Dich optimale Cut-Out-Höhe! Als Anfänger im Cut-Out-Schneiden solltest Du mit einem Abstand von etwa 3-6 cm zwischen den beiden Schnitten beginnen.

 

Pro-Tipp: Großflächige Cut-Outs auf Deiner DIY Jeans bekommst Du am besten hin, wenn Du mehrere einzelne kleine Cut-Outs untereinander setzt. Lass dazu einfach immer ein paar Zentimeter Abstand zwischen den einzelnen Cut-Out-Bereichen und bearbeite diese Zwischenbereiche vor dem Einschneiden mit einer unserer Used-Look-Techniken. Besonders stylisch wird Dein Cut-Out-Gesamtkunstwerk, wenn Du mehrere Cut-Outs untereinander setzt, die in der Breite von Cut-Out zu Cut-Out abnehmen, so dass der oberste Cut-Out schön breit angelegt ist, der zweite schon etwas schmaler, und so weiter. Lass auch hier Deiner Kreativität freien Lauf!


Step 4 - Raus mit den blauen Fäden!

Jetzt ist echtes Fingerspitzengefühl gefragt: Mit ein wenig Pieken und Zupfen müssen nun die blauen Fäden der Jeans aus dem Bereich des Cut-Outs, also zwischen Deinen beiden Schnitten, entfernt werden. Hierzu verwendest Du am besten einen Nahttrenner und eine Pinzette.

 

Beginne damit, mit der Spitze des Nahttrenners einen der äußeren weißen Fäden in Deinem Cut-Out in Richtung des Cuts zu schieben. So legst Du die Spitzen der vertikel verlaufenden blauen Fäden frei, die Du anschließend mit der Pinzette einfach herausziehen kannst. Lass Dich vor allem nicht entmutigen! Der Anfang ist echt etwas knifflig, aber wenn die ersten blauen Fäden einmal entfernt sind, geht der Rest fast wie von alleine.

 

Pro-Tipp: Du wirst feststellen, dass sich beim Herausziehen der blauen Fäden viele kleine Faserreste des Stoffes am und um den Cut-Out-Bereich absetzen. Diese verschwinden aber ganz von alleine, wenn Du die Jeans abschließend einmal wäscht (Step 5). Du brauchst Dich also nicht damit aufzuhalten, all diese kleinen Fasern aus dem Cut-Out herauszuzupfen.


Step 5 - Eine Cut-Out Jeans, die sich gewaschen hat!

Um Deinem Cut-Out den letzten Schliff zu geben und um die kleinen Faserreste zu entfernen, die sich während des Herausziehens der blauen Fäden gebildet haben, solltest Du Deine DIY Jeans abschließend einmal waschen.

 

Achte hierbei immer zuerst auf die Waschempfehlungen des Herstellers der von Dir bearbeiteten Jeans. Normalerweise sollte die Waschtemperatur nicht zu hoch sein, in etwa bei 30 Grad Celsius, und Du solltest ausschließlich Feinwaschmittel zum Waschen Deiner Cut-Out Jeans verwenden. Grundsätzlich empfehlen wir Dir außerdem, Deine Jeans vor dem Waschen auf links zu drehen und in einem Wäschenetz zu verstauen, welches Du dann in die Waschmaschine legst.


So, und nun ist sie wirklich fertig, Deine DIY Jeans mit selbst gemachtem Cut-Out. Herzlichen Glückwunsch!

Wir wünschen Dir ganz viel Spaß beim Tragen Deines neuen Schmuckstücks und freuen uns, wenn Du noch weitere unserer Step-by-Step Tutorials hier auf der Seite ausprobierst.

 

Vergiss bitte nicht, uns auch auf Facebook zu folgen, wenn Du ab sofort keine Neuigkeiten zum Thema selbst designte Jeans mehr verpassen möchtest. Einfach unten auf den Link klicken, unsere Seite liken und wir versorgen Dich dann in regelmäßigen Abständen mit den besten Tipps und Tricks zum Selbergestalten Deiner DIY Jeans – wir freuen uns auf Dich!